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Mit den abnehmenden
Möglichkeiten, vorzeitig in Pension zu gehen, gewinnt die
Frage der Weiterbildung älterer Erwerbstätiger an Aufmerksamkeit.
Beteiligung und Interesse an Weiterbildung hängen altersbezogen
erwartungsgemäß eng zusammen. Die Unternehmen beziehen
die älteren Mitarbeiter in hohem Maße in die betriebliche Weiterbildung
ein. Aufgrund der im internationalen Vergleich relativ geringen
Erwerbsbeteiligung der über 55jährigen in Österreich
stellen sich aber zu früh Motivationsrückgang und abnehmende
Weiterbildungsbeteiligung ein. Eine zu einseitige Orientierung
und Bewerbung der Weiterbildung als "Aufstiegsfortbildung"
wird zudem den Fakten einer Informationsgesellschaft, die lebensbegleitendes
Lernen erfordert, nicht mehr gerecht: ab dem 35. Lebensjahr ist
"Anpassungsfortbildung" oder rechtzeitige Umschulung
angezeigt, damit Erwerbspersonen im Alter von etwa 50 Jahren mit
aktuellen, arbeitsmarktfähigen Qualifikationen ausgestattet
sind. Hierzu sind vor allem Einstellungswandel, verbesserte
Information und Beratung sowie Hilfen für die KMUs im Sinne
verbesserter Qualifikations- und Weiterbildungsbedarfsermittlung
sowie regionaler bzw. branchenbezogener Netzwerke erforderlich.
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