Arthur Schneeberger

 

Weiterbildungsbeteiligung nach Lebensalter

 
Motivation als Schlüsselvariable
 

Mit den abnehmenden Möglichkeiten, vorzeitig in Pension zu gehen, gewinnt die Frage der Weiterbildung älterer Erwerbstätiger an Aufmerksamkeit. Beteiligung und Interesse an Weiterbildung hängen altersbezogen erwartungsgemäß eng zusammen. Die Unternehmen beziehen die älteren Mitarbeiter in hohem Maße in die betriebliche Weiterbildung ein. Aufgrund der im internationalen Vergleich relativ geringen Erwerbsbeteiligung der über 55jährigen in Österreich stellen sich aber zu früh Motivationsrückgang und abnehmende Weiterbildungsbeteiligung ein. Eine zu einseitige Orientierung und Bewerbung der Weiterbildung als "Aufstiegsfortbildung" wird zudem den Fakten einer Informationsgesellschaft, die lebensbegleitendes Lernen erfordert, nicht mehr gerecht: ab dem 35. Lebensjahr ist "Anpassungsfortbildung" oder rechtzeitige Umschulung angezeigt, damit Erwerbspersonen im Alter von etwa 50 Jahren mit aktuellen, arbeitsmarktfähigen Qualifikationen ausgestattet sind. Hierzu sind vor allem Einstellungswandel, verbesserte Information und Beratung sowie Hilfen für die KMUs im Sinne verbesserter Qualifikations- und Weiterbildungsbedarfsermittlung sowie regionaler bzw. branchenbezogener Netzwerke erforderlich.

 
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